Biografie

Paul Madeline wurde am 7. Oktober 1863 in Paris geboren. Während der Studienzeit an der École des Beaux-Arts arbeitete er nebenbei in einem Verlag, um etwas Geld für das Wohnen in dieser schon damals teuren Stadt zu verdienen.

 

Im Jahr 1894 entdeckt er das Crozant, eine reizvolle Flusslandschaft im Limousin. Madeline lernt dort Guillaumin, Monet und andere der Impressionisten kennen. Begeistert malt er eine Vielzahl an Landschaftsgemälden, die ausschließlich pleine-air entstehen, also direkt vor dem Motiv vollendet werden.

 

Er stellte auf dem Salon des artistes français 1894, 97 und 99 aus. Er wurde zum ständigen Mitglied des Salon d'Automne, später auch des Salon Nationale des Beaux-Arts.

 

Der Erfolg erlaubt es ihm, etwa ab dem Jahr 1902 nur dank seiner Kunst zu leben.

 

Im Jahr 1908 gründete er "La Société Moderne", die Maler wie Lebasque, Raffaëlli, Aman und Maurice Chabas aufnimmt. Die Galerien Devambez und Durand-Ruel nehmen diese Künstler in ihre jährlichen Ausstellungen auf, eine wichtige wirtschaftliche Basis für die Künstler.

 

In den 1910er Jahren reist  Madeline viel, findet seine Motive jedoch überwiegend in der Bretagne.

 

Gegen Ende seiner Karriere stellt Madeline in seinen Landschaften auch Personen da. Diese tragen meistens bretonische Trachten.

 

Paul Madeline starb am 12. Februar 1920 mit 57 Jahren in Paris.

 

Der Salon des Indépendants widmete ihm 1926 eine Retrospektive.

 

Seine Werke

Seine ersten Bilder zeigt er den Kritikern, dann erst geht er an die breite Öffentlichkeit: wir bewundern seine subtilen Impressionismus, die Anmut und Zartheit, mit der er die Wildnis der Creuse zähmt. Von Anfang an sind wesentliche Erkennungsmerkmale seiner Gemälde die bemerkenswerte Lichthaltigkeit und die Verwendung der Farben moosgrün und violett.

 

Madeline schilderte die französische Landschaft in einer lockeren Pinselführung. Am ehesten sind seine Bilder vergleichbar mit dem Werk von Armand Guillaumin.

 

Obwohl mit Sitz in Paris malte Madeline im ganzen Land, vom Mittelmeerraum den ganzen Weg herauf bis in die Bretagne.

 

Das Werk von Paul Madeline ist in den letzten Jahren stetig in den Fokus der Bewunderer post-impressionistischer Malerei gerückt. An einem Werkverzeichnis wird aktuell bereits gearbeitet und insbesondere seine seltenen frühen Werke werden dabei neu im kunsthistorischen Kontext zu bewerten sein.


Paul Madeline | Leben und Werk | Download PDF

 

 

Ölgemälde von Paul Madeline in öffentlichen Sammlungen

Châteauroux ; Musée des Arts et Traditions Populaires
- L'Automne au bord de la Creuse

 

Guéret ; Musée d'Art et d'Archéologie

 

La Châtre ; Musée George Sand et de la Vallée Noire
- Bords de la Creuse, Inventarnummer  MLC 1967.1.426 ; 426
- Moulin de la Folie, Inventarnummer MLC 1967.1.427 ; 427
- Paysage, Inventarnummer MLC 1967.1.428 ; 428

 

Limoges ; Musée des Beaux-Arts

 

Nantes ; Musée des Beaux-Arts
- Le vieux Moulin, Inventarnummer 1095 ; 55555

 

Nice ; Musée des Beaux-Arts

 

Paris ; Musée d'Orsay
- Paysage d'automne

 

Pau ; Musée des Beaux-Arts

 

Rouen ; Académie
- CHAMPS DANS LA VALLEE DE LA SEINE, Inventarnummer 932.4.2

 

Rouen ; Hôtel de Ville
- LES ABORDS DE LA FERME, COUCHER DE SOLEIL, Inventarnummer  932.4.1

 

Rouen ; Musée des Beaux-Arts
- PRAIRIES, Inventarnummer  932.4.3

 

 

Wichtige Ausstellungskataloge

Christophe Rameix, Les Maîtres de la Creuse. Chefs-d'œuvre de l'École de Crozant-Gargilesse, 1830-1930, cat. exp. Dun-le-Palestel, Association Les Amis des Peintres de l'École de Crozant et de Gargilesse, 1997, 95 p.

 

C. Riou, S. Patin, C. Debray, Les peintres de la Vallée de la Creuse, une colonie sous influence, cat. exp. Guéret, Musée d'art et d'archéologie de Guéret, 1998, 83 p.

 

Association Les Amis des Peintres de l'École de Crozant et de Gargilesse, Peintres de l'École de Crozant, Paul Madeline, Eugène Alluaud, cat. exp. Fresselines, 2006, 48 p.

 

 

Bibliografie

Christophe Rameix, L'Ecole de Crozant : les peintres de la Creuse et de Gargilesse 1850-1950, Éditions Lucien Souny, 1991-2002, 196 p.